Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Hier könnt Ihr Probleme/Fragen zum Opel / ISUZU Campo / TF posten.

Moderatoren: Der Ralf, karman911

Benutzeravatar
RobertW.
Böschungswinkelmesser
Beiträge: 141
Registriert: Dienstag 9. September 2014, 13:42
Fahrzeug: Opel Frontera B (5-tür.) + Opel Campo (Sportscab)
Wohnort: 09603 Großschirma
Kontaktdaten:

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von RobertW. » Freitag 15. Juni 2018, 16:42

Fortsetzung Ladefläche

Wie man auf den Photos der Unterseite gesehen hat, hatte ich die Ladefläche von unten gänzlich dicht gemacht. Auch die Profile. Es gibt keine Löcher, durch die Wasser eindringen könnte.
Aber eben auch keine, durch die eingedrungenes Wasser wieder raus könnte.
Deswegen muß nun garantiert werden, daß kein Wasser von oben eindringen kann. Die vielen Löcher einzeln zuzuschweißen, erschien mir mehr Aufwand, als gleich eine ganz neue Wanne einzubauen. Auch kann ich die seitlich hochziehen, so daß es keine Ecken und Kanten gibt, in denen Undichtheiten entstehen können. Verwendet: 1 mm Stahlblech.

Bild

Mit den Silikonspuren, die Ihr rechts seht, will ich nicht die Platte ankleben, wie man denken könnte, sondern sie sollen später dazu dienen, wie Gummistreifen ein eventuelles Klappern zu verhindern.

Im nächsten Bild sind beide Teile eingeschweißt - zur Mitte zu jeweils in einer Vertiefung der profilierten Ladefläche.

Bild

Nun kommt der Mittelteil. Man sieht solche Reihen spitzer Schweißpunkte. Das soll den Sinn haben, daß sich die dann aufgebrachte Spur aus Plexiglas besser verzahnt.

Bild

Plexiglas, also Polymethacrylsäuremethylester, läßt sich ähnlich verarbeiten wie die Spachtelmasse aus Polyester. Es ist nur wesentlich zäher, elastischer und härter als diese Spachtelmasse - im Ergebnis. Außerdem kann ich mir das selbst herstellen, muß nichts kaufen und kann alle Eigenschaften selbst einstellen wie ich will; z.B. Reaktionszeit zwischen 20 s und 2 h, je nachdem wie ich die Zutaten mische.

Der senkrechte Rand wurde auch verspachtelt, falls die Schweißnaht nicht wasserdicht ist.

Bild

Zuletzt dann die grüne Grundierung.

Bild

Weil es sein kann, daß durch die Lampen Wasser eindringt, haben die einen extra Schacht bekommen, der bis nach unten führt.

Grüße,
Tom

Benutzeravatar
RobertW.
Böschungswinkelmesser
Beiträge: 141
Registriert: Dienstag 9. September 2014, 13:42
Fahrzeug: Opel Frontera B (5-tür.) + Opel Campo (Sportscab)
Wohnort: 09603 Großschirma
Kontaktdaten:

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von RobertW. » Freitag 15. Juni 2018, 20:27

Schweller

Der Ausgangszustand sieht nicht so schlecht aus, weil die Farbe die Rost-Schollen gut zusammenhält:

Bild

Neue Schweller angefertigt. Dazu habe ich ein vorhandenes Kastenprofil (Rechteckrohr) 60 x 40 x 2 diagonal aufgetrennt, so daß ich zwei L-Profile bekam. Daran wurden 1 mm-Bleche angeschweißt und das eine abgekantet.

Bild

Eingesetzt und fixiert:

Bild

Blick von innen:

Bild

Gruß,
Tom

Frontmann

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von Frontmann » Samstag 16. Juni 2018, 10:18

Hast du das neue Bodenblech der Wanne von unten auch gegen Rost behandelt? Wenn nein, wird es dir von innen her wieder verrosten.

In die Einstiege hätte ich vorher auf der Innenseite Löcher gebohrt, um Hohlraumwachs einbringen zu können. Vorher aus dem Grund, dass keine rostfördernden Bohrspäne im Inneren des Einstiegs verbleiben.

Benutzeravatar
RobertW.
Böschungswinkelmesser
Beiträge: 141
Registriert: Dienstag 9. September 2014, 13:42
Fahrzeug: Opel Frontera B (5-tür.) + Opel Campo (Sportscab)
Wohnort: 09603 Großschirma
Kontaktdaten:

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von RobertW. » Samstag 16. Juni 2018, 14:12

Frontmann hat geschrieben:
Samstag 16. Juni 2018, 10:18
Hast du das neue Bodenblech der Wanne von unten auch gegen Rost behandelt? Wenn nein, wird es dir von innen her wieder verrosten.

In die Einstiege hätte ich vorher auf der Innenseite Löcher gebohrt, um Hohlraumwachs einbringen zu können. Vorher aus dem Grund, dass keine rostfördernden Bohrspäne im Inneren des Einstiegs verbleiben.
1. Du meinst den Hohlraum oberhalb und unterhalb der alten Ladefläche?

Bild

Bevor ich die Bleche gänzlich angeschweißt habe, habe ich ein Gemisch aus Bitumen, Wachs und Leinöl, ca. 160°C heiß, reingepritzt. Siehe blaue Pfeile! Bei Berührung mit dem kalten Metall wird das sofort steif, läuft nicht als Flüssigkeit zu irgendwelchen Pfützen zusammen und verharzt in den nächsten Jahren.

2. Das habe ich aber nur zur doppelten Sicherheit gemacht. Eigentlich gehe ich davon aus, daß die Hohlräume luftdicht sind. Der enthaltene Sauerstoff dürfte schnell verbraucht sein, dann sollte keine weitere Korrosion stattfinden. Warum denkst Du, daß es zu späterem Rost kommt? Du denkst, die Dichtheit läßt sich nicht lange aufrecht halten?

3. Was sind die Einstiege?

Danke für Deine Tips,
Tom

Frontmann

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von Frontmann » Samstag 16. Juni 2018, 14:47

Der Sauerstoff verbraucht sich in den Hohlräumen? hmm Wie soll das den gehen? Statt schweißen, hätte man auch kleben können, dann würde kein Rostschutz verbrennen und man hätte galvanisierter Blech verwenden können. Einstiege nennt man das Blech unterhalb der Tür. Unter Schwellen versteht man hier im Badischen Pellkartoffeln ;-)

Benutzeravatar
RobertW.
Böschungswinkelmesser
Beiträge: 141
Registriert: Dienstag 9. September 2014, 13:42
Fahrzeug: Opel Frontera B (5-tür.) + Opel Campo (Sportscab)
Wohnort: 09603 Großschirma
Kontaktdaten:

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von RobertW. » Samstag 16. Juni 2018, 15:40

Frontmann hat geschrieben:
Samstag 16. Juni 2018, 14:47
Der Sauerstoff verbraucht sich in den Hohlräumen? hmm Wie soll das den gehen?

Nehmen wir mal an, in den diskutierten Hohlräumen befinden sich 10 Liter Luft. Die enthalten 1,28 g Sauerstoff, der wird durch das Rosten des Eisens vollständig verbraucht. Damit entstehen 8 g Rost. Dann ist Schluß. Ich denke, das kann man in Kauf nehmen.

Statt schweißen, hätte man auch kleben können, dann würde kein Rostschutz verbrennen

Ich denke nicht, daß was verbrannt ist. Habe ja zuerst die langen Nähte gemacht, dann eingespitzt und zuletzt die kurze Naht geschlossen.

und man hätte galvanisierter Blech verwenden können.

Na klar, aber das wäre schon teurer geworden. Und beim Kleben weiß ich nicht, wie das später mechanischer Belastung standhält.
Und dann ist eben die Dichtheit nicht mehr garantiert.


Einstiege nennt man das Blech unterhalb der Tür. Unter Schwellen versteht man hier im Badischen Pellkartoffeln ;-)

Das hab ich mir schon fast gedacht. Aber da muß man nichts bohren, da sind ja beim Campo oben die Löcher, durch die ich die Schweller mit Rostschutzmittel behandeln könnte.
Bild

Gruß Tom


Benutzeravatar
RobertW.
Böschungswinkelmesser
Beiträge: 141
Registriert: Dienstag 9. September 2014, 13:42
Fahrzeug: Opel Frontera B (5-tür.) + Opel Campo (Sportscab)
Wohnort: 09603 Großschirma
Kontaktdaten:

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von RobertW. » Samstag 16. Juni 2018, 16:04

@ Ralf,

auf der Rückseite der Kabine sind diese beiden Schrauben - bei Deinem Waldi auch.

Bild

Kannst Du mir sagen, wozu die dienen?

Tom

Benutzeravatar
Rainer.M
Überrollkäfigtester
Beiträge: 5524
Registriert: Sonntag 20. Februar 2011, 22:09
Fahrzeug: Facelift A 2,2 aus 97
Wohnort: Berlin

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von Rainer.M » Samstag 16. Juni 2018, 22:13

Mit welchen Geräten bringst du rostschutz auf, wenn du das durch diese löcher tun willst? Kauf dir im elektrogroßhandel ne tüte m20 oder m25 gummistopfen, stanz vernünftige löcher rein, wo du ordentlich ran kommst und verschließ die mit gummistopfen, die du alle jahre mal rausnehmen kannst...

Benutzeravatar
RobertW.
Böschungswinkelmesser
Beiträge: 141
Registriert: Dienstag 9. September 2014, 13:42
Fahrzeug: Opel Frontera B (5-tür.) + Opel Campo (Sportscab)
Wohnort: 09603 Großschirma
Kontaktdaten:

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von RobertW. » Samstag 16. Juni 2018, 23:08

Rainer.M hat geschrieben:
Samstag 16. Juni 2018, 22:13
Mit welchen Geräten bringst du rostschutz auf, wenn du das durch diese löcher tun willst?
Hab sowas bisher mit der Sprühpistole vom Kompressor gemacht. Bitumen+Paraffin+Leinöl heiß vernebelt.
Tom

Frontmann

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von Frontmann » Sonntag 17. Juni 2018, 07:32

Mir erschließt sich der Sinn des "doppelten Bodens" nicht. Ich hätte den Boden von Lack und Rost befreit und wieder hergerichtet. So, wie er jetzt ist, entdeckt man Rostbeginn spät und hat unnötiges Mehrgewicht an Bord.

Benutzeravatar
Der Ralf
Forums-Paparazzo
Beiträge: 7032
Registriert: Sonntag 8. März 2009, 18:05
Fahrzeug: opel campo 2.5 TD 3/98 , FRONTERA A Sport 96
Wohnort: 31632 Schessinghausen

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von Der Ralf » Sonntag 17. Juni 2018, 10:07

Moin auch .....

also wofür die 2 Schrauben sind kann ich dir jetzt auch nicht mehr sagen ... ist zu lange her das ich die innenverkleidung raus hatte.

zu deinen Blattfedern ... da würde ich mir erstmal keine Sorgen machen, als ich meinen gekauft habe war auch eine Lage gebrochen ... habe ich nicht mals gemerkt erst als mir ein Nachbar hinterher gefahren ist und mir sagte das sieht aber komisch aus von hinten wie dein Auto fährt habe ich es dann gesehen. Ich habe dann gebrauchte Federn aus ne Frontera 2.4 verbaut die immer noch da drin sind.

Das mit den doppelten Boden hätte ich wohl auch nicht so gemacht aber wenn du meinst das das alles dicht ist und sich der rest Sauerstoff zügig verbraucht warum nicht ....versuch macht klug.

Bei uns heißen die Einstiege Schweller ...Außenschweller und Innenschweller .... wie du die repariert hast sieht für mich ein weng komisch aus aber du wirst das schon noch schön machen. In die Schweller habe ich auch keine Stopfen reingemacht oder Abläufe eingearbeitet und wenn man die hintere innenverkleidung rausbaut kann man da auch mit einen C- Rohr rostschutz einbringen so viel Platz ist da dann.

Zu meinen Lack nochmal .... nein ich scheue die Arbeit nicht das abzukleben oder nochmal zu demontieren aber der Lack ist echt nicht gut und einfach drüber jauchen mit klarlack finde ich nicht so toll .... warscheinlich werde ich ihn irgend wann nochmal Lackieren aber vorher muß ich noch meinen Rahmen nachbessern und mein Hosenrohr ( ja ich weiß Werner das ist für dich auch der falsche Begriff) erneuern. Aber das eilt alles nicht das ich ja eh immer nur 2 Autos angemeldet haben kann von meinen 4.

Ich finde es Klasse was du da so machst und freue mich das du uns dran Teilhaben lässt.
Der Ralf
Das Waldi Bastelfred (Campo) http://www.opel4x4.de/viewtopic.php?f=16&t=17951
Der B den ich nie haben wollte http://www.opel4x4.de/viewtopic.php?f=4&t=21524
universalvierradantriebautowagenmitvierrädernanjedereckeeinsdiebisaufdenbodenreichenmanchmal
http://brisbras.de/Campobilder/ http://www.brisbras.de/opel4x4 http://www.brisbras.de/mamut//

Benutzeravatar
Rainer.M
Überrollkäfigtester
Beiträge: 5524
Registriert: Sonntag 20. Februar 2011, 22:09
Fahrzeug: Facelift A 2,2 aus 97
Wohnort: Berlin

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von Rainer.M » Sonntag 17. Juni 2018, 11:29

Ich kenn die campo zu wenig, um zu wissen, wo da noch große löcher sind. Durch die kleinen schraubenlöcher bekommt man jedenfalls kaum eine sinnvolle menge rostvorsorge-mittel...

Benutzeravatar
RobertW.
Böschungswinkelmesser
Beiträge: 141
Registriert: Dienstag 9. September 2014, 13:42
Fahrzeug: Opel Frontera B (5-tür.) + Opel Campo (Sportscab)
Wohnort: 09603 Großschirma
Kontaktdaten:

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von RobertW. » Sonntag 17. Juni 2018, 21:56

Frontmann hat geschrieben:
Sonntag 17. Juni 2018, 07:32
So, wie er jetzt ist, entdeckt man Rostbeginn spät und hat unnötiges Mehrgewicht an Bord.

Du hast 100%-ig recht. Das Mehrgewicht (immerhin über 6 m² Blechverbrauch, 1 mm stark + die neuen Kastenprofile auf der Unterseite macht fast 50 kg aus) stört mich auch. Und späte Rostbemerkung ist schlecht.

Mir erschließt sich der Sinn des "doppelten Bodens" nicht.

Das hatte ich eingangs versucht zu schildern. Also, es ist kein doppelter Boden, sondern ein dreifacher. Das kam so: die Ladefläche war auf den beiden äußeren Dritteln (in Längsrichtung) ziemlich durchlöchert und schon von früher geflickt. Ich hätte diese beiden Drittel völlig rausschneiden und dafür neue Bleche einsetzten können. Die wären aber glatt ohne die Rippenstruktur gewesen und hätten nicht die Steifigkeit der alten Ladefläche gehabt. Deswegen habe ich die alte Fläche gelassen und die neuen Bleche draufgeschweißt (von unten). Damit entstand eine Art Sack = von oben durchlöchert und von unten dicht. Damit sich darin kein Wasser sammelt, habe ich auch von oben zugemacht. (Also 3 Schichten) Die wesentliche Frage ist doch, ob es von oben her dicht bleibt. Und das wiederum kann man recht gut sehen. Ich hoffe, ich konnte mich verständlich ausdrücken.
Gruß Tom
P.S. "Ich hätte den Boden von Lack und Rost befreit und wieder hergerichtet" Da war an vielen Stellen weder Lack noch Rost -- noch Stahl, sondern einfach nichts.

Benutzeravatar
RobertW.
Böschungswinkelmesser
Beiträge: 141
Registriert: Dienstag 9. September 2014, 13:42
Fahrzeug: Opel Frontera B (5-tür.) + Opel Campo (Sportscab)
Wohnort: 09603 Großschirma
Kontaktdaten:

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von RobertW. » Sonntag 17. Juni 2018, 22:35

Rainer.M hat geschrieben:
Sonntag 17. Juni 2018, 11:29
Ich kenn die campo zu wenig, um zu wissen, wo da noch große löcher sind. Durch die kleinen schraubenlöcher bekommt man jedenfalls kaum eine sinnvolle menge rostvorsorge-mittel...
Hallo Rainer,
die Löcher sind nicht so klein, da paßt mein Daumen durch. Und eine beliebige und gut verteilte Menge Rostschutzmittel bekommt man in die Schweller - man muß sich nur nicht so anstellen.
Also, erstens hatte ich mit dem Sprühgerät vom Kompressor ein heißes Gemisch aus Bitumen, Paraffin und Leinöl eingesprüht, was am kalten Metall kondensiert, und im Laufe der Zeit durch das Leinöl polymerisiert und nach ca. 2 Monaten eine gummiartige Schicht bildet. Glaub mir mal, ich hab seit Jahren Experimente damit gemacht.
Und zweitens - wem erstens nicht reicht - hätte ich noch eine ganz sichere Lösung:
Weil mich interessiert, ob hermetische Hohlräume eine Fiktion sind, habe ich auf die Unterseite am Schweller ein Loch gebohrt, von außen (unten) eine Mutter M10 angeschweißt und dann eine kurze Schraube mit Gummi-O-Ring eingeschraubt. Das ist dicht von unten. Um zu sehen, ob von irgendwoher Wasser eingedrungen ist, könnte ich auf eine Schräge fahren, die Schraube öffnen und sehen, ob Wasser austritt. Genauso könnte ich das aber auch nutzen, um durch die oberen Öffnungen (also die Löcher auf dem Photo) den ganzen Schweller bis zur Oberkante mit z.B. 10 - 20 Liter Leinöl aufzufüllen, welches ich dann durch die Schraube wieder ablassen kann. Somit ist sicher, daß die gesamte Innenfläche benetzt wurde.

Ich hatte bisher nur sehr alte Autos und die Hohlräume waren angefüllt mit Rost und Schlamm. Und die Gummistopfen schon lange undicht, falls sie überhaupt vorhanden waren. Und dazu noch die Löcher ohne Stopfen, durch die Kondens-Wasser austreten soll. Also meine Beobachtung ist: da kam mehr rein als raus. Mir kam immer wieder die Frage, ob man die Hohlräume nicht absolut dicht machen kann, und ob das nicht besser wäre. Aber diese Frage ist viel zu interessant und schade wäre, wenn die in meinem Bastel-Latein untergeht, so daß, Interesse vorausgesetzt, dafür ein neues Thema aufgemacht werden sollte.
Gruß
Tom

Benutzeravatar
Asconajuenger
Überrollkäfigtester
Beiträge: 9202
Registriert: Samstag 25. September 2010, 19:04

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von Asconajuenger » Montag 18. Juni 2018, 09:23

Hy,
es ist schön zu sehen das du den Campo aufbaust.
Schweller umbedingt ablauflöcher für Kondenswasser vorsehen.
das wird oft unterschätzt, aber ist fatal.

Frontmann

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von Frontmann » Dienstag 19. Juni 2018, 06:57

Wenn erst gar kein Wasser eindringen kann, brauchst auch keine Ablassvorrichtungen. Wasser und Dreck dringt nämlich durch diese erst ein, ist also eher kontraproduktiv.

Benutzeravatar
Asconajuenger
Überrollkäfigtester
Beiträge: 9202
Registriert: Samstag 25. September 2010, 19:04

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von Asconajuenger » Mittwoch 20. Juni 2018, 15:32

Luft enthält auch immer Feuchtigkeit die bei Temperaturveränderung, dem sogenannten Taupunkt ausfällt.
Solange Luft eindringen kann fällt somit auch Kondenswasser aus!

Benutzeravatar
RobertW.
Böschungswinkelmesser
Beiträge: 141
Registriert: Dienstag 9. September 2014, 13:42
Fahrzeug: Opel Frontera B (5-tür.) + Opel Campo (Sportscab)
Wohnort: 09603 Großschirma
Kontaktdaten:

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von RobertW. » Mittwoch 20. Juni 2018, 16:11

Frontmann hat geschrieben:
Dienstag 19. Juni 2018, 06:57
Wenn erst gar kein Wasser eindringen kann, brauchst auch keine Ablassvorrichtungen. Wasser und Dreck dringt nämlich durch diese erst ein, ist also eher kontraproduktiv.
genau, das ist ja meine Meinung.
Tom

Benutzeravatar
RobertW.
Böschungswinkelmesser
Beiträge: 141
Registriert: Dienstag 9. September 2014, 13:42
Fahrzeug: Opel Frontera B (5-tür.) + Opel Campo (Sportscab)
Wohnort: 09603 Großschirma
Kontaktdaten:

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von RobertW. » Mittwoch 20. Juni 2018, 16:18

Asconajuenger hat geschrieben:
Mittwoch 20. Juni 2018, 15:32
Luft enthält auch immer Feuchtigkeit die bei Temperaturveränderung, dem sogenannten Taupunkt ausfällt.
Solange Luft eindringen kann fällt somit auch Kondenswasser aus!
Stimmt vollkommen. Deswegen hatte ich ja geschrieben: "hermetische Hohlräume eine Fiktion?", was soviel heißt wie: ist es möglich, luftdichte Hohlräume zu schaffen und dauerhaft zu halten?

Auch im vorangegangenen, was ich geschrieben habe, hatte ich die Luftdichtigkeit betont: Zitat
RobertW. hat geschrieben:
Samstag 16. Juni 2018, 14:12
" Eigentlich gehe ich davon aus, daß die Hohlräume luftdicht sind."

An anderer Stelle war von sauerstoffdicht die Rede, was ja luftdicht voraussetzt.
Tom

Benutzeravatar
Asconajuenger
Überrollkäfigtester
Beiträge: 9202
Registriert: Samstag 25. September 2010, 19:04

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von Asconajuenger » Mittwoch 20. Juni 2018, 16:35

Du wirst das nicht Luftdicht bekommen.

Frontmann

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von Frontmann » Mittwoch 20. Juni 2018, 19:13

Und wenn schon! Eine richtig eingebrachte und geeignete Hohlraumversiegelung hält Wasser und Luft vom Blech fern.

Benutzeravatar
karman911
Moderator
Beiträge: 9657
Registriert: Montag 18. Juli 2005, 00:01
Fahrzeug: frontera 3,2 lang, dodge ram
Wohnort: berlin

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von karman911 » Donnerstag 21. Juni 2018, 15:10

du müßtest ein Vakuum in die räume bekommen......nur luftdicht hilft nix.....aber wie Werner schon schrieb......mit der richtigen Konservierung kann sogar wasser darin stehen....
nur wer sich hohe ziele setzt, kann auch großes erreichen
suche; blaugetönte frontscheibe mit blaukeil für frontera a
wer viele fragen stellt, bekommt viele antworten.......auch die, die er nicht hören wollte

Frontmann

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von Frontmann » Donnerstag 21. Juni 2018, 15:14

Bevorzuge Seilfett als Rostschutz. Jeder hat da seinen Favorit.

Benutzeravatar
RobertW.
Böschungswinkelmesser
Beiträge: 141
Registriert: Dienstag 9. September 2014, 13:42
Fahrzeug: Opel Frontera B (5-tür.) + Opel Campo (Sportscab)
Wohnort: 09603 Großschirma
Kontaktdaten:

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von RobertW. » Samstag 23. Juni 2018, 23:17

Ralf, danke für Deine Antwort
Der Ralf hat geschrieben:
Sonntag 17. Juni 2018, 10:07
also wofür die 2 Schrauben sind kann ich dir jetzt auch nicht mehr sagen ... ist zu lange her das ich die innenverkleidung raus hatte.

nee, deren Bedeutung scheint sich außen abspielen zu sollen, denn innen sehen die so aus:

Bild

zu deinen Blattfedern ... da würde ich mir erstmal keine Sorgen machen, als ich meinen gekauft habe war auch eine Lage gebrochen ... habe ich nicht mals gemerkt erst als mir ein Nachbar hinterher gefahren ist und mir sagte das sieht aber komisch aus von hinten wie dein Auto fährt habe ich es dann gesehen. Ich habe dann gebrauchte Federn aus ne Frontera 2.4 verbaut die immer noch da drin sind.

Mein Vorbesitzer ist wahrscheinlich auch eine ganze Weile mit der gebrochenen Feder gefahren - Bruchstelle schon stark korrodiert.


Das mit den doppelten Boden hätte ich wohl auch nicht so gemacht aber wenn du meinst das das alles dicht ist und sich der rest Sauerstoff zügig verbraucht warum nicht ....versuch macht klug.

Warum ich das gemacht habe, habe ich ja inzwischen erklärt.
Nur "reparieren", wie Werner meint (also Löcher flicken) wäre kaum noch gegangen, dazu war die Ladefläche schon zu schlecht.
Falls doch Kondenswasser entstehen sollte, müßte es sich unten auf beiden Seiten neben den Radkästen sammeln. Dort könnte ich ja noch ein Loch ins Blech bohren.


Bild

Bei uns heißen die Einstiege Schweller ... wie du die repariert hast sieht für mich ein weng komisch aus ...

Vielleicht ist es komisch, oder es sieht nur auf dem Photo so aus. Ich male mal auf, wie es im Schnitt ist: Links ist der alte Zustand, wie ich ihn in Erinnerung habe. Zwei abgekantete Bleche, unten zusammengeheftet - typisch für industrielle Fertigung und Punktschweißen. Aber ich will ja nicht industriell herstellen und hab auch kein Punktschweißgerät und auch keine Abkantbank. Und so gibt es für mich keinen Grund für diesen unteren Blechlappen, der immer dem Spritzwasser ausgesetzt ist und zuerst vergammelt. Profil hatte ich da und Blech auch. Außerdem scheint mir das stabiler so. Tja, was die Schönheit betrifft, hatte ich schon bei der Frontmaske bemerkt, daß ich ein Freund des Eckigen bin. Also, rechts, rot gezeichnet = neu.

Bild

Zu meinen Lack nochmal .... nein ich scheue die Arbeit nicht das abzukleben oder nochmal zu demontieren aber der Lack ist echt nicht gut und einfach drüber jauchen mit klarlack finde ich nicht so toll .... warscheinlich werde ich ihn irgend wann nochmal Lackieren...

würdest Du dann wieder grün wollen?
Ich bin ja gerade mit dem Lackieren beschäftigt. Es reißt mich hin und her: einerseits könnte ich die schönsten Lacke herstellen und das Fahrzeug auch entsprechend lackieren - hätte auch allergrößte Lust, sozusagen als Lohn für die anstrengende Arbeit zuvor. Andererseits muß ich mir klarmachen, daß das unvernünftig und Spielerei ist - es soll ein Arbeitsauto sein - und dann beim Steinetranspotieren durchs Gebüsch würde ich mich über jeden Kratzer ärgern.
Gruß Tom

Benutzeravatar
Der Ralf
Forums-Paparazzo
Beiträge: 7032
Registriert: Sonntag 8. März 2009, 18:05
Fahrzeug: opel campo 2.5 TD 3/98 , FRONTERA A Sport 96
Wohnort: 31632 Schessinghausen

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von Der Ralf » Dienstag 26. Juni 2018, 11:41

Moin Tom,

ja ich würde wieder grün nehmen und nach möglichkeit auch wieder tannengrün nur eben in Glänzend.

Das mit den kratzern kann ich gut verstehen allerdings passiert sowas ja immer mal und von daher wäre es ja egal ob du den richtig goil lackst oder null 8 /15 .... vieleicht achtet man dann ja ein weng mehr darauf das er nicht so doll verkratzt wenn man es richtig schön macht idee
Der Ralf
Das Waldi Bastelfred (Campo) http://www.opel4x4.de/viewtopic.php?f=16&t=17951
Der B den ich nie haben wollte http://www.opel4x4.de/viewtopic.php?f=4&t=21524
universalvierradantriebautowagenmitvierrädernanjedereckeeinsdiebisaufdenbodenreichenmanchmal
http://brisbras.de/Campobilder/ http://www.brisbras.de/opel4x4 http://www.brisbras.de/mamut//

Benutzeravatar
RobertW.
Böschungswinkelmesser
Beiträge: 141
Registriert: Dienstag 9. September 2014, 13:42
Fahrzeug: Opel Frontera B (5-tür.) + Opel Campo (Sportscab)
Wohnort: 09603 Großschirma
Kontaktdaten:

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von RobertW. » Dienstag 26. Juni 2018, 12:00

Der Ralf hat geschrieben:
Dienstag 26. Juni 2018, 11:41
Moin Tom,

ja ich würde wieder grün nehmen und nach möglichkeit auch wieder tannengrün nur eben in Glänzend.

Das mit den kratzern kann ich gut verstehen allerdings passiert sowas ja immer mal und von daher wäre es ja egal ob du den richtig goil lackst oder null 8 /15 .... vieleicht achtet man dann ja ein weng mehr darauf das er nicht so doll verkratzt wenn man es richtig schön macht idee
Von Metalliclack hälst Du nichts - paßt nicht richtig zum Campo, oder?

Na, bei mir steht die Frage, ob ich die originale Farbe ungefähr imitiere und nur Ladefläche, Türen, Schweller, Rückwand und Kotflügel lackiere - das wäre so ein dunkleres Mittelrot. Kühlerhaube und Dach sind noch i.O. - könnte ich lassen.
Oder ob ich alles mit einer Farbe, die mir lieber wäre (dunkles Weinrot) lackiere. Aber ich glaube, ich werde mir die Idee für später aufheben.
Tom

Benutzeravatar
RobertW.
Böschungswinkelmesser
Beiträge: 141
Registriert: Dienstag 9. September 2014, 13:42
Fahrzeug: Opel Frontera B (5-tür.) + Opel Campo (Sportscab)
Wohnort: 09603 Großschirma
Kontaktdaten:

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von RobertW. » Mittwoch 27. Juni 2018, 20:18

karman911 hat geschrieben:
Donnerstag 21. Juni 2018, 15:10
du müßtest ein Vakuum in die räume bekommen......nur luftdicht hilft nix....
Heiko, wie würdest Du denn das begründen???
Tom

Benutzeravatar
RobertW.
Böschungswinkelmesser
Beiträge: 141
Registriert: Dienstag 9. September 2014, 13:42
Fahrzeug: Opel Frontera B (5-tür.) + Opel Campo (Sportscab)
Wohnort: 09603 Großschirma
Kontaktdaten:

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von RobertW. » Mittwoch 27. Juni 2018, 20:27

Achsmanschetten

Im Frontera 2013 neue Achsmanschetten eingebaut. Vier Jahre später sind sie schon wieder rissig.

Bild

Also will ich diesmal probieren, ob Silikon etwas länger hält:

Bild
Gruß,
Tom
---
Da es dem König aber wenig gefiel, daß sein Sohn, die kontrollierten Straßen verlassend,
sich querfeldein herumtrieb, um sich selbst ein Urteil über die Welt zu bilden,
schenkte er ihm Wagen und Pferd.

.............................................................................................."Nun brauchst du nicht mehr zu Fuß zu gehen", waren seine Worte.
........................................................................................................................."Nun darfst du es nicht mehr", waren deren Sinn.
............................................................................................................................"Nun kannst du es nicht mehr", deren Wirkung.


---
http://rotschoenberg.de/
http://www.form-farbe-geste.de/2009a.html

Benutzeravatar
RobertW.
Böschungswinkelmesser
Beiträge: 141
Registriert: Dienstag 9. September 2014, 13:42
Fahrzeug: Opel Frontera B (5-tür.) + Opel Campo (Sportscab)
Wohnort: 09603 Großschirma
Kontaktdaten:

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von RobertW. » Mittwoch 27. Juni 2018, 20:50

Der Bremskraftregler war soetwas wie eine archäologische Freilegung (falls sich noch jemand an das Anfangsbild erinnert).

Bild
Gruß,
Tom
---
Da es dem König aber wenig gefiel, daß sein Sohn, die kontrollierten Straßen verlassend,
sich querfeldein herumtrieb, um sich selbst ein Urteil über die Welt zu bilden,
schenkte er ihm Wagen und Pferd.

.............................................................................................."Nun brauchst du nicht mehr zu Fuß zu gehen", waren seine Worte.
........................................................................................................................."Nun darfst du es nicht mehr", waren deren Sinn.
............................................................................................................................"Nun kannst du es nicht mehr", deren Wirkung.


---
http://rotschoenberg.de/
http://www.form-farbe-geste.de/2009a.html

Benutzeravatar
Rainer.M
Überrollkäfigtester
Beiträge: 5524
Registriert: Sonntag 20. Februar 2011, 22:09
Fahrzeug: Facelift A 2,2 aus 97
Wohnort: Berlin

Re: Reparatur Opel Campo in Fortsetzungen

Beitrag von Rainer.M » Mittwoch 27. Juni 2018, 21:11

Von toyota bekommst du den relativ günstig. Den wirst du wohl vergessen können, denn du bekommst keine teile, um den zu überholen.

Ps, die ganzen gummiteile und befestigungsteile von toyota kannst du auch nehmen.

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste