Kipphebelwelle 3,1 TD Ölmangel

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Sterni
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Kipphebelwelle 3,1 TD Ölmangel

Beitrag von Sterni » Freitag 10. November 2017, 22:12

Nachdem in letzter Zeit aller 5 Tkm ein Ventilklappern vernommen und dann festgestellt habe, das besonders der Kipphebel vom Auslass Zyl.1 stark abgenutzt ist, habe ich jetzt die Ursache gefunden.
Der Ölkanal in der Kipphebelwelle war mit Ölschlamm z.t. fast zugesetzt und deshalb wurde besonders o.g.Kipphebel nicht mehr mit Drucköl versorgt und nur noch mit Ölnebel geschmiert. Die Welle und der (Alu)-Kipphebel sind je ca, 0,3mm eingelaufen (Bild).
Und das, obwohl ich die letzten 140 Tkm nur Öl von dem deutschen Hersteller mit der vielen Eigenlob-Werbung verwende und alle
max. 8 Tkm Öl und Filter wechsele. Da kommt man ins grübeln!
Ich kann nur Jedem empfehlen, beim nächsten Ventile-Stellen die Kipphebelwelle abzubauen, zu zerlegen und alle Ölbohrungen (auch mit Druckluft) zu reinigen!
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Re: Kipphebelwelle 3,1 TD Ölmangel

Beitrag von Frontmann » Samstag 11. November 2017, 08:55

Es kommt weniger auf die Ölmarke, als vielmehr auf die Qualität an. Ein Vollsynthetiköl mit niedriger Viskosität hätte das sicher verhindert. Wenn jedoch zuvor ein minderwertiges Öl - weil das billigste ist ja gerade gut genug - verwendet wurde und dadurch Ablagerungen vorhanden waren, können diese beim Wechsel auf hochwertiges Öl gelöst werden und Bohrungen verstopfen. Die Folgen sind dann so, wie wie von dir beschrieben oder schlimmer.
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Re: Kipphebelwelle 3,1 TD Ölmangel

Beitrag von Sterni » Samstag 11. November 2017, 09:45

Ich habe immer hochwertiges Öl verwendet und zuletzt dieses:
"Liqui Moly LKW-Leichtlauf-Motoröl 10W-40 20 Liter
Synthesetechnologie-Leichtlaufmotorenöl. Ermöglicht lange Ölwechselintervalle. Vermindert Öleindickung durch Rußeintrag. Hält den Ölverbrauch niedrig. Sorgt selbst unter kritischen Betriebsbedingungen für einen optimalen Öldruck und stabilen Schmierfilm. Für Fahrzeuge mit bewährter Motorentechnologie.
"
Obwohl ich oft mit Auflieger (das ganze Geschiebe wiegt dann 6,3 t !!!!) und dadurch Vollllast fahre, hat der Motor bei 210 Tkm nicht merklich an Leistung eingebüßt. :freak: Also sonst kein übermäßiger Verschleiß!

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Re: Kipphebelwelle 3,1 TD Ölmangel

Beitrag von Frontmann » Samstag 11. November 2017, 18:33

Na dann, neue Kipphebel Achse und Kipphel einbauen und die nächsten 210000 km abspülen. Beim Öl würde ich 5W30 bevorzugen.
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Re: Kipphebelwelle 3,1 TD Ölmangel

Beitrag von Sterni » Samstag 11. November 2017, 20:02

Auch wenn der Motor einen Ölwärmetauscher besitzt, hat mir 5W-30 eine zu geringe Viskositäts-Reserve bei sehr hoher Öltemperatur.
Ich nehme jetzt 5W-40 und einen Zusatz mit MoS².
Übrigens..... Ja! eigentlich ist es eine Achse, aber Kipphebelachse klingt irgendwie seltsam. hmm

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Re: Kipphebelwelle 3,1 TD Ölmangel

Beitrag von Frontmann » Sonntag 12. November 2017, 07:08

Der Zusatz kann dir aber genau diese Probleme bereiten. Kein normaler Motor benötigt den wirklich.

Schaue auch mal in Temperaturtabellen, in welchen 5W30 eingesetzt wird. Deine Bedenken sind unbegründet. viel wichtiger ist doch, dass bei kaltem Motor das Öl schnellstens an den Schmierstellen ankommt und das ist mit 5 oder 0W30 am besten.
Das mit dem zu dünnen Öl ist nur ein imaginäres Problem.
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Re: Kipphebelwelle 3,1 TD Ölmangel

Beitrag von Sterni » Sonntag 12. November 2017, 08:26

Für die schnelle "Durchölung" nach dem Start ist doch die erste Zahl (5) maßgebend.
Ich habe übrigens schon mehrmals beobachtet, das es auch auf den Filter ankommt, wie schnell sich der Öldruck aufbaut.
Klingt seltsam, ist aber so. Bis die Öldruckkontrolle ausgeht dauert es bis zu 3x so lange! Habe ich erst letztens wieder mit einem allerdings älteren Mahle-Filter erlebt und den dann sofort wieder entfernt.
Wahrscheinlich funktioniert die Rücklaufsperre nicht immer, oder es bleibt Luft im Filter. Rätselhaft!
Am Besten sind die uralten orig. Filter von Isuzu mit den weißen Papierblättchen hinter dem Gewinde, so ähnlich wie jetzt die Filter von H&B.

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Re: Kipphebelwelle 3,1 TD Ölmangel

Beitrag von Frontmann » Sonntag 12. November 2017, 08:42

Theoretisch ja, bei einem Test der Fließgeschwindigkeit bei 20°C sieht man dann doch Unerschiede.
In meinem Ölkabinett merkt man den Unterschied ganz deutlich am Widrstand Handpumpe. Erstaunt hat mich das damals auch.
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