Steuerzeiten

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Butch
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Steuerzeiten

Beitrag von Butch » Samstag 23. Juni 2018, 00:16

Hallo,
haben letztes Wochenende die ZKD am Fronti B meiner Schwester (2,2i, 100KW) gewechselt. Da ich das noch nie gemacht hatte wollte ich da auch nicht ran, aber ein Bekannter meiner Schwester meinte er könnte das machen wenn ihm jemand hilft. Also habe ich mich als Gehilfe zur Verfügung gestellt und los ging es. Nach einiger Zeit stellte sich dann aber heraus, das der gute Junge das noch nie gemacht hatte sondern wohl nur mal dabei war (und anscheinend auch nicht gut aufgepasst hat)! als ich die Böcke von den Nockenwellen losgeschraubt habe (ich hatte mich zum glück schlau gelesen und einen 1,5 std langen YOUTUBE film von der Sache angeschaut) meinte ich zu meiner Schwester sie solle die gut saubermachen und mal schauen, denn die müssten eigentlich nummeriert sein weil sie in gleicher Position wieder rein sollten wie sie waren. Aber der Kollege meinte, die sind ja eh alle gleich bis auf die beiden die die Dichtringe der Nockenwelle umfassen und von daher wäre es doch egal. OK, das klang mir noch ganz plausibel, obwohl ich anderer Meinung war. Den Zahnriemen hatte ich natürlich vor Ausbau an den Zahnrädern der Nockenwelle mit Markierungen versehen.
Als wir den Kopf runter hatten und die alten Dichtungsreste entfernt und alles gesäubert hatten, haben wir die Neue ZKD aufgesetzt und den Kopf wieder rauf. Naja, was soll ich Euch sagen!? Als ich die Neuen ZKD Schrauben nach Plan mit dem Drehmomentschlüssel angezogen habe kam mir das nach dem 2. Durchgang mit 90 Grad schon ziemlich fest vor und der Kollege mit dem angeblichem Fachwissen stand daneben und hielt sich die Ohren zu weil er Angst hatte das eine Abreißt. Da hab ich ihm gesagt, das danach noch ein Durchgang mit 90 Grad kommt und ihn gebeten selber mal eine Schraube um 90 Grad zu ziehen um mir zu sagen ob das normal ist das man soviel Kraft aufwenden muss. Da meinte er das hätte er noch nie gemacht, wäre dann auch das erste mal, so kam dann heraus das er es noch nie alles selbst gemacht hatte und im Prinzip mir Assistierte.
Habe dann noch einen Ölwechsel gemacht mit neuem Ölfilter natürlich. Und als ich den Wagen dann das erste mal angelassen hatte hat mich das furchtbare klackern echt erschrocken und ich hab nen bekannten angerufen der dann sagte, das das normal ist und erst mal wieder das Öl überall hin muß usw. Also im Standgas laufen gelassen und nach einiger Zeit war das schlimme Geräusch dann auch weg. Aber ein leichtes Klopfen das ab etwas 2000 Umdrehungen verschwindet kann ich jetzt hören. Dazu muss ich noch sagen das mir beim Ausbau der Stecker vom Nockenwellensensor kaputt gegangen ist und ich erst mal provisorisch Kabelschuhe auf die Kabelenden gemacht habe und sie einzeln auf die Pins gesteckt habe. Morgen gehe ich nochmal bei und baue einen neuen-gebrauchten Stecker ein (DANKE JOACHIM).
Kann es sein das vielleicht zwischen den Pins mit den Kabelschuhen ein Funke überspringt? Und wenn ein Kontakt entstehen würde, könnte es das Klopfen verursachen? Und wie Kann ich die Steuerzeiten Kontrollieren (Hab das noch nie gemacht)!? Denn nach dem Zusammenbau Passten die Markierungen vom Zahnriemen nicht mehr zu hundert%! Der schlaue Kollege meinte noch die Kurbelwelle vorm aufsetzen des Zahnriemens 2x zu drehen also 2x zum OT!
Wenn jemand bis morgen Mittag irgendwelche Tipps hat wäre ich Dankbar! :wah:
Butch

Frontmann

Re: Steuerzeiten

Beitrag von Frontmann » Samstag 23. Juni 2018, 07:59

Die Lagerdeckel der Nockenwellen müssen unbedingt wieder an der gleichen Stelle montiert werden, wo sie abgenommen wurden. Der Grund dafür ist, dass die Lagergasse für die Wellen gefertigt wird, wenn die Lagerdeckel montiert sind. Dabei kann es zu Unterschieden kommen.

Vor der Montage der Kopfschrauben müssen die Gewindebohrungen ausgeblasen, die Schrauben leicht eingeölt und die Schraubenköpfe mit mos2 Paste bestrichen werden.

Die Nockenwellenräder müssen mit einem.Spezialwerkzeug in Position gehalten werden. Die Kurbelwelle auf die erforderliche Markierung gebracht, wird der Riemen aufgelegt und die Spannrolle montiert und vorgespannt. Dann muss die kW 2 Umdrehungen bewegt werden und die Riemenspannung geprüft, ggf. Korrigiert werden. Danach wiederholt man den Vorgang, bis die Riemenspannung stimmt.

Die Schraube der Spannrolle darf auf keinen Fall zu stark angezogen werden, da sonst Brüche und Motorschaden folgern können.

Butch
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Re: Steuerzeiten

Beitrag von Butch » Samstag 23. Juni 2018, 10:57

Danke,
Arretierungswerkzeug für die Nockenwelle hab ich! Weiß nur nicht wie ich jemals die Lagerböcke für die Nockenwellen (Einlass-Auslass) wieder auf ihre alten Positionen kriegen soll, da sie keine Nummern haben und von mir nicht nummeriert wurden. Die ZK Schrauben hatte ich geölt usw! Werde jetzt nochmal den Zahnriemen abnehmen Deinen Rat befolgen und dann schauen wir mal!

Butch

Frontmann

Re: Steuerzeiten

Beitrag von Frontmann » Samstag 23. Juni 2018, 11:47

Na dann liegt das Kind schon im Brunnen. Kannst höchstens nochmal die Nockenwellen ausbauen, die Ventilstößel auch und dann die Nockenwellen leicht geölt ohne Stößel einlegen. Wenn die Lagerdeckel montiert sind, muss die Nockenwelle relativ leicht zu drehen sein. Wenn sie schwergängig ist, ist der Schaden vorprogrammiert.

carawahnsinn
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Re: Steuerzeiten

Beitrag von carawahnsinn » Donnerstag 12. Juli 2018, 09:28

Ohne jetzt Frontmanns Tips anzuzweifeln oder besser zu wissen, das wird nichts! Die Nockenwellengasse ist, wie schon geschrieben, für die jeweilige Nockenwelle gebohrt/geschliffen. Das wird eine heillose Sucherei bis das passt, vor allem am eingebauten Zylinderkopf.

Also entweder zum Motorenbauer damit, oder neuer/anderer Kopf.

Beim nächsten Mal suchst du Dir einen Fachmann! Und Youtube ist kein Fachmann. Denn selbst bei einer 1,5 Std. Anleitung ist da wohl einiges schief gelaufen!

Und ja xNm plus 90° ist eine Ansage, das geht schwer
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Opel Frontera 3,2 und festgerostete Schrauben bekommen eine neue Dimension :meinung:

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